Qualitätsprinzipien

Sexuelle Bildung – unser Selbstverständnis

Unsere Angebote im Bereich der Sexuellen Bildung orientieren sich an den
Standards der Sexualaufklärung der Weltgesundheitsorganisation und den
Standards der Sexualaufklärung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
Inhaltlich bewegen wir uns klar im Rahmen des Grundsatzerlasses Sexualpädagogik
2015 für die österreichischen Schulen:

• Achtung der Menschenrechte und der Vielfalt
• Gleichstellung der Geschlechter sowie
• das Recht jedes Menschen ohne Zwang, Gewalt oder Diskriminierung ein
befriedigendes, sicheres und lustvolles Sexualleben anzustreben

Neben physischen Aspekten geht Sexuelle Bildung auch auf kognitive, emotionale
und soziale Aspekte von Sexualitäten ein. Unsere Nutzer*innen erwerben so neben
dem Wissen um die relevanten biologischen und medizinischen Fakten auch
Kenntnisse und Fähigkeiten, die sie benötigen, um sichere, gleichberechtigte und
respektvolle Beziehungen eingehen und aufbauen zu können.
Auf der Basis der WHO Definition von sexueller Gesundheit geht sexuelle Bildung
umfassend auf Emotionen und die Bedeutsamkeit von Beziehungsgestaltung und
Übernahme von Verantwortung für sich selbst und andere ein.

Sexuelle Bildung
• knüpft an der Lebensrealität von Nutzer*innen an
• ist alters- und entwicklungsgerecht
• basiert auf wissenschaftlichen und unabhängigen Informationen
• fördert einen positiven Zugang zu Sexualitäten, zum Umgang mit dem eigenen
Körper und eine positive Grundhaltung sich selbst und anderen gegenüber.
Sie ermöglicht so eine gesunde, sichere, selbstbestimmte,
verantwortungsvolle und lustvolle sexuelle Entwicklung und
Beziehungsgestaltung
• fördert Beziehungs- und Konfliktlösefähigkeiten und die kritische Reflexion von
Haltungen, Werten, Informationen und Quellen
• fördert soziale und kommunikative Fähigkeiten
• orientiert sich am Prinzip der Gleichstellung der Geschlechter sowie der
Vielfalt der Lebensformen
• wirkt präventiv gegen sexuelle Gewalt und sexuelles Risikoverhalten
• ist gesellschaftspolitisch relevant und wirkt sich positiv auf das Gemeinwesen
aus

Kompetenzen und Ressourcen

• Die Mitarbeiter*innen der genannten Institutionen haben eine pädagogische,
psychologische und/oder psychosoziale Ausbildung oder für ihren
Arbeitsschwerpunkt fachlich entsprechende Qualifikationen
• Sie weisen ein fundiertes Fachwissen in der sexuellen Bildung und Erfahrung
in dessen Vermittlung auf
• Die Referent*innen haben Erfahrung in der Arbeit mit ihren Zielgruppen und
Kenntnisse in der Steuerung gruppendynamischer Prozesse. Sie verfügen
über soziale Kompetenzen, gute Kommunikationsfähigkeit und ein hohes Maß
an Selbstreflexion
• Die Mitarbeiter*innen haben ein multimethodisches Vorgehen, welches es den
Nutzer*innen ermöglicht, sich selbst einzubringen
• Weiters verfügen die Referent*innen über interkulturelle und transkulturelle
Kompetenzen
• Sie kennen für den Bedarfsfall die Möglichkeiten einer Krisenintervention.
• Sie besuchen regelmäßig Weiterbildungen und haben die Möglichkeit zur
Supervision und kontinuierlichen Intervision im Team
• Wir kooperieren mit öffentlichen Einrichtungen, wie Bund, Land, Stadt,
Universitäten und weiteren Bildungsorganisationen und werden im Fall von
Subventionen von Fördergeber*innen evaluiert
• Wir evaluieren unsere Konzepte kontinuierlich und entwickeln diese weiter.
• Über das Netzwerk Sexuelle Bildung Steiermark hinaus vernetzen wir uns
auch mit anderen Einrichtungen und Beratungsstellen in der Steiermark sowie
überregional